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Im Atelier: Jeremias Bucher
Bild zur Ausstellung «Im Atelier: Jeremias Bucher»

Im Atelier: Jeremias Bucher

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Kreativort und Ideenschmiede, Büro und Forschungslabor, Werkstatt und Gedankenraum, seit jeher wird dem Atelier eine mystische Aura nachgesagt. Das Atelier als Ort der künstlerischen Produktion vereint verschiedenste kreative Verfahren, Medien und Ausdrucksformen. Neben Pinsel und Leinwand haben längst auch moderne Technologien Einzug gehalten, der Atelierraum ist im digitalen Zeitalter auf Laptop Format geschrumpft.
In seiner Einzelausstellung im Museum Sankturbanhof verlegt Jeremias Bucher das Atelier ins Museum. Während drei Monaten entwickelt er seine Arbeitspraxis weiter, die an die Arbeit Pool anknüpft, mit der er 2023 den Werkbeitrag des Kantons Luzern gewann. Darin stellt der atelierlose Künstler das eigene künstlerische Schaffen in den Mittelpunkt, das bisher nur an Randzeiten stattfinden konnte. Wie lässt sich ein nachhaltiger Arbeitsrhythmus entwickeln und welche Impulse sind notwendig, damit die künstlerische Produktion über den Teller- bzw. Poolrand hinausschwappen kann?

Das neue Ausstellungsformat «Im Atelier» feiert mit Jeremias Bucher seine Premiere. Über die Ausstellungsdauer von drei Monaten erhält der Künstler die Gelegenheit, sein Atelier in die Museumsräumlichkeiten zu verlegen. Das Publikum kann Jeremias Bucher jeweils am Donnerstagabend über die Schulter schauen und in den Kosmos Künstleratelier eintauchen.

Jeremias Bucher (*1984) lebt und arbeitet in Sursee. 2011 schliesst er die Hochschule Luzern mit einem Master Kunst mit Fokus auf den öffentlichen Raum ab. Es folgen zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen und Eingaben bei Kunst und Bau Projekten. So wird beispielsweise die Skulptur Looping-the-loop im Juni 2024 den öffentlichen Raum der Schulanlage Zirkusplatz in Sursee erweitern und die Arbeit Nägeli ergänzt ein Neubauprojekt in Stans. 2014 erhält Jeremias Bucher den Kiefer Hablitzel Preis, 2023 wird ihm der Werkbeitrag des Kantons Luzern verliehen. Buchers Projekteingabe für den Luzerner Werkbeitrag bildet die Ausgangslage für seinen Atelieraufenthalt im Museum.

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