Die Sammlungen im Sankturbanhof


Franz Sales Amlehn
(1838-1917)
Die Bildhauerfamilie Amlehn gestaltete das kulturelle Leben Sursees im 19. Jh. sowie am Anfang des 20. Jh. rege mit. Sie ist mit ihren Arbeiten in der Stadt vielfältig präsent, vor allem auch mit Werken auf dem Friedhof Dägerstein. Das Legat Amlehn umfasst Werke und Modelle der hier während drei Generationen tätigen Familie.

Carl Beck (1894-1982)
Konservativer, Nationalrat, «Bauernführer»: Neben seinem politischen Engagement fand der Landwirt vom Beckenhof auch Zeit für kulturelle Interessen. Seine bedeutende Waffensammlung umfasst vor allem Griffwaffen. Webseite der Waffensammlung

Kuno Müller (1896-1970)
Der Luzerner Rechtsanwalt beschäftigte sich intensiv mit kulturellen Themen der Innerschweiz. Er hinterliess der Stadt Sursee zwei herrliche Sammlungen: eine Münzensammlung mit Prachtstücken aus 2500 Jahren Münzgeschichte und eine exquisite Autographensammlung, in der sich u.a. ein Luther-Brief, Goethe-Dokumente und Trakl-Gedichte finden.

Georg Staffelbach (1900-1983)
Der lange Jahre in Luzern als Kantonsschullehrer wirkende Geistliche, der aus Sursee stammte, übergab der Stadt 1963 seine reiche Sammlung in Form einer Stiftung. Schwerpunkte bilden die Hinterglasmalerei, mit Werken der Abesch-Familie im Zentrum, weitere Zeugnisse religiöser Kunst sowie Arbeiten der Surseer Goldschmiede Staffelbach und Zülly.

Sammlung der Stadt Sursee
Die Sammlung der Stadt Sursee umfasst vor allem volkskundliches Kulturgut, kunsthandwerkliche Produkte, wirtschaftliche Erzeugnisse (Öfen) sowie Ausstattungsobjekte und Relikte historischer Bauten Sursees. Zur Sammlung der Stadt, die vom Sankturbanhof betreut wird, gehören auch einzelne Werke von früheren und zeitgenössischen Kunstschaffenden.

Franz Grossert y Cañameras
(1936 – 2009)
Der Surseer Künstler ist vor allem für seine leuchtend farbigen Gemälde und Keramiken bekannt. Eigentliches Leitthema seiner Arbeit ist eine Flugfigur, die zwischen Himmel und Erde oder im undefinierten Raum schwebt. Der künstlerische Nachlass von Cañameras, rund 80 Gemälde, Zeichnungen und Keramiken, gelangte als Schenkung der Erben an die Stadt Sursee. 

Agenda

Sonntag, 7. Mai 2017, 11:00

Öffentliche Führung mit Beat Gugger
Eintritt: CHF 9.- / 7.-

Sonntag, 21. Mai 2017, 11-15:30

Internationaler Museumstag 2017:
Heisse Eisen im Feuer
Reto Zürcher zeigt das faszinierende Handwerk des Waffenschmiedens.
Workshop und Vorführung
Reto Zürcher wird das Schmieden, eines der ältesten Handwerke, in Demonstrationen und praktischer Arbeit vorstellen. Eine der anspruchsvollsten Arbeit des Schmiedens ist die Herstellung einer perfekten Klinge. Es ist nicht nur ein Handwerk, sondern eine Kunst. Die Klinge muss stabil und flexibel sein, fest und scharf, dabei doch leicht und federnd, um auch Schläge auszuhalten.
Auf kurzen geführten Streifzügen durch die Ausstellung «Klingenspiel und Säbelrasseln» zeigen wir zudem eine Vielzahl von faszinierenden Schwertern, Säbeln, Dolchen und deren Geschichten.
Zudem können die Besucherinnen und Besucher zu jeder halben Stunde in einem kleinen Workshop selber mit Hammer und Amboss arbeiten – allerdings sind es nicht Schwertklingen, die wir fabrizieren, sondern Nägel, aber schon diese herzustellen braucht eine gewisse Fertigkeit.

Donnerstag, 8. Juni 2017, 19:30

Waffen im Museum:
Wegstellen oder ausstellen?
Podiumsdiskussion mit Dr. Erika Hebeisen,
Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich,
Beat Gugger, Ausstellungskurator, und Bettina Staub
Co-Leiterin Sankturbanhof
Eintritt: CHF 12.-

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